Journal of Comparative Effectiveness Research (2025); Authors: Grammati Sarri, Lydia Vinals, Lilia Leisle, Ingrid Claverie Chau, David Smalbrugge, Kai Lucassen, Yannis Jemiai
Kuratierte Publication Page zur peer-reviewten Publikation mit Fokus auf JCA, nationale HTA-Entscheidungslogiken und Delta-Dossier-Relevanz.
Kurze Zusammenfassung
Diese Publikation ist der wissenschaftliche Beleg dafür, dass EU JCA keine vollständige methodische Harmonisierung der nationalen HTA-Entscheidungen schafft. Sie zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen EU-HTAR-Methodenguidance und nationalen HTA-Anforderungen in ausgewählten europäischen Märkten.
Key Takeaways
EU JCA und nationale HTA-Systeme teilen den Anspruch systematischer, transparenter Evidenzbewertung.
Nationale Anforderungen unterscheiden sich weiterhin, insbesondere bei Scoping, Evidenzselektion, Evidenzsynthese, ITCs und nicht-randomisierter Evidenz.
Deutschland/IQWiG weist methodisch eine hohe Nähe zu EU HTAR auf, nationale Entscheidungslogiken bleiben aber relevant.
HTDs müssen Evidenzpakete so planen, dass sie sowohl JCA als auch lokale HTA-Entscheidungen unterstützen können.
Für Delta-Dossiers bedeutet das: Europäische Evidenz muss lokal interpretierbar, ergänzbar und methodisch anschlussfähig bleiben.
Relevanz für JCA, AMNOG und Delta-Dossier
Die Publikation stützt die zentrale Delta-Dossier-These: JCA schafft eine gemeinsame klinische Evidenzbasis, ersetzt aber nicht die lokale Bewertungsperspektive. Für Deutschland bleiben AMNOG, IQWiG-Methodik, G-BA-Entscheidungslogik, zVT, Subgruppen und patientenrelevante Endpunkte eigenständige Anforderungen.